Was macht eigentlich Grit Böhnke (Naumann)?

Mehr als 25 Jahre ist es her, als durch alle Volleyball Medien der BRD und in den regionalen Medien die Schlagzeile lautete:
Grit Naumann, 287 fache Nationalspielerin, Spielerin der ehemaligen DDR und der Nationalmannschaft Gesamtdeutschlands, zweifache Olympia Teilnehmerin, wechselt zu Union Lüdinghausen.

Eine der besten, wenn nicht sogar die beste Mittelangreiferin Deutschlands, Spielerin beim deutschen Vorzeige Club CJD Berlin, mit Angeboten aus Italien und Frankreich, wechselt nach Lüdinghausen- das kann nur ein Scherz sein. Die WN schrieb: „ Es ist so als würden Franz Beckenbauer und K-H Rummenigge (Eltern werden diese Namen noch kennen ) zusammen, zur Fußball Abteilung von Union 08 wechseln. 

Was war passiert fragte sich die gesamte Volleyball Familie innerhalb und außerhalb Deutschlands.

In den 90er Jahren wurde, nach Neujahr, in Bremen, immer ein großes Turnier mit Nationalmannschaften aus aller Welt ausgerichtet. Zumeist alle Natio Teams reisten im Vorfeld des Turniers an und spielten in ganz Deutschland. Natürlich war die deutsche Mannschaft auch dabei. Union 08 war mehrfach Ausrichter von großen Turnieren (Volleyball Galen). Nationalmannschaften aus Kuba, Rußland, Griechenland, Ukraine, Österreich, Niederlande und Deutschland waren in Lüdinghausen und der Region. 

Deutschland hatte sich für die Olympiade 1996, in Atlanta, qualifiziert. In mehreren Vorbereitungsturnieren u.a. in Lüdinghausen war natürlich auch Grit Naumann dabei. Abends beim Austausch mit den Coaches der Teams, bei Franke im Wohnzimmer, sagte Achim Franke zum damaligen Coach der Deutschen Mannschaft scherzhaft:“ Die Grit kannst du uns nach Lüdinghausen schicken“. Danach flog die deutsche Natio nach Atlanta und belegte dort Platz acht. 

Kurz danach rief Siggi Köhler bei Achim Franke an: „ Gilt dein Angebot noch ?“ Kurz gefasst. Nachdem klar war, dass Köhler es ernst meinte mit der Frage versuchte der Volleyball Vorstand das Unmögliche möglich zu machen. Mit großer Hilfe der damaligen Sparkasse Lüdinghausen gelang es das Volleyball Juwel nach Lüdinghausen zu holen. Lüdinghausen, noch völlig unbekannt auf der Landkarte des Volleyballs, war in aller Munde und mit Grit stieg das Union Team Jahre hintereinander in höhere Spielklassen auf. 

Grit wurde dann bei einem Länderspiel 1997, gegen Tschechien, aus der Nationalmannschaft, bei einem sehr emotionalen Event, in Lüdinghausen, verabschiedet. 

Karriere Daten von Grit Böhnke (Naumann)

1977 Volleyballanfang bei Dynamo Meißen

1979 Delegierung in`s Sportinternat nach Berlin

Internationale Events:

1983 Europameisterschaft Nationalmannschaft der DDR 1. Platz

1984 qualifiziert für Olympia Los Angeles, aber Boykott des DDR Teams

1985 Europameisterschaft, Niederlande, 2. Platz

1986 Weltmeisterschaft Tschechoslowakei, Team DDR, 4. Platz

1987 Europameisterschaft, Belgien 1. Platz

1988 Olympiade in Seoul 5. Platz

1989 Europameisterschaft in der BRD mit DDR Team 2. Platz

1994 Weltmeisterschaft in Brasilien, mit Team Gesamtdeutschland, 5. Platz

Vereinserfolge:

Mit Dynamo Berlin 7 mal DDR Meister

Mit Dynamo Berlin 7 mal DDR Pokalsieger

Mit Dynamo Berlin 2 mal Europapokalsieger

Mit CJD Berlin 2 mal Deutscher Meister

Mit CJD Berlin 4 mal Pokalsieger

Mit CJD Berlin 1mal Europapokalsieger^

Mit Union 08 Lüdinghausen Ü31 Deutscher Meister 2005/2006

Mit USC Münster Ü31 Deutscher Meister 2007-2010

Persönliche Erfolge:

Volleyballerin des Jahres 1989 ( DDR )

Volleyballerin des Jahres 1994 ( Gesamtdeutschland )

von Reinhard Schulze Kökelsum 5. April 2026
„Als Schirmherr der Westdeutschen Meisterschaften U16 möchte ich etwas Besonderes machen, vielleicht die fairste Mannschaft belohnen, oder die fairste Spielerin“? Die Frage an Achim Franke kam vom Altbürgermeister Richard Borgmann. Doch wie könnte man beide Gedanken in die Tat umsetzen? Ja, wenn es Fußball, Handball oder eine andere Sportart wäre. Bei den verschiedensten Turnieren wird immer wieder die MVP (wichtigste Spielerin) mit einer Medaille geehrt. Nein, es sollte schon ein Unikat sein. So beauftragte Herr Borgmann einen örtlichen Künstler, Herrn Jürgen Polenz, einen Preis zu entwerfen. Jeder Trainer oder jede Trainerin hatte Punkte vergeben und somit diese MVP ausgewählt. Es wurde wirklich ein Unikat, das Ann Marlen Schier, Spielerin vom TSC Münster-Gievenbeck, in Empfang nehmen durfte. Große Freude und Resonanz kam aus Münster. Herzlichen Dank an den Altbürgermeister von Lüdinghausen.
von Reinhard Schulze Kökelsum 5. April 2026
Ein toller Erfolg für das Lüdinghauser Team. Aber nach dem Finale USC Münster vs. RC Borken stand überall die Frage im Raum was hätte sein können, wenn das Losglück ein wenig den Unionistinnen hold gewesen wäre. Union startete mit zwei 2:0 Siegen gegen VV Schwerte und den Stolberger TG. Das Viertelfinale gegen TV Gladbeck wurde mit 2:1 gewonnen. Borken, Wachtberg und Münster waren die anderen 3 Teilnehmer im Halbfinale. Das Los fiel auf Münster vs. Lüdinghausen und Borken vs. Wachtberg. Münster und Lüdinghausen, ein Favorit auf die Meisterschaft musste ausscheiden. Im 1. Satz setzte sich Münster nach einem Volleyball Krimi mit 26:24 durch. Münster war hier das glücklichere Team. Union konnte im 2. Satz nicht dagegen halten und verlor deutlich. Im anderen Halbfinale setze sich Borken durch. Im Match um den 3. Platz zwischen SV Wachtberg und Union 08 gewann Union den 1. Satz sehr knapp mit 26:24 und der 2. Satz ging klar an die Stevergirls. Ein sehr einseitiges Finale gewann der USC Münster mit 2:0 gegen RC Borken. Beiden Teams wünschen wir viel Glück und Erfolg bei der Deutschen Meisterschaft. Für Union 08 ein sportlicher Erfolg und wieder einmal hat die Volleyballfamilie gezeigt, dass sie große Sportevents kann. Die hohe Anzahl von Zuschauern, teilweise war kein Stehplatz mehr zu ergattern, war voll des Lobes für die gelungene Organisation. Ganz herzlichen Dank allen Helferinnen und Helfern! Für die Sportverantwortlichen in der Volleyball Abteilung geht es jetzt darum die Trainer/innen Crew neu zu besetzen. „Wir brauchen mindestens noch zwei Coaches, wenn wir die Anzahl der Mannschaften erhalten wollen. Da gilt es natürlich die Person für die Nachfolge von Süha zu finden, aber auch im mittleren Bereich brauchen wir noch eine Trainerin oder Trainer“, so der Vorsitzende Philipp Heitmann .
von Reinhard Schulze Kökelsum 3. April 2026
Eigentlich auf den ersten Blick unverständlich, doch nach dem Erreichen des Saisonziels ist jetzt der ideale Zeitpunkt gekommen mitzuteilen, dass Süha Yaglioglu in der kommenden Saison nicht mehr Trainer beim SCU-Lüdinghausen sein wird. Die Entscheidung ist in beiderseitigem Einvernehmen getroffen worden. Nun heißt es zunächst dem Trainer ein großes Dankeschön für seine Arbeit auszusprechen, kurz seine 6 jährige Arbeit zu würdigen und den Blick nach vorne zu richten. Vor gut zwei Jahrzehnten, als Union sich anschickte auf die Volleyballkarte in NRW, ja sogar auf die Karte der BRD zu treten, war Süha für eine Saison in Lüdinghausen. Danach wechselte er zum Nachbarverein ASV Senden. Mit dem ASV und seiner Erfahrung stieg er bis in die 2. Liga auf. Vor allem hatte er sich den Ruf erarbeitet junge Spielerinnen nach vorne zu bringen und sie für die Spitzenmannschaft des ASV zu formen. Als er dann beim ASV aufhörte und Union einen Trainer für seine 1. Mannschaft brauchte, begann die Arbeit für ihn erneut in Lüdinghausen. Die Frauen 1 stieg in die Oberliga ab und Union musste 3 Jahre warten, bis das Team wieder in die Regionalliga aufstieg. Alle handelnden Personen bei Union wussten, dass es keine leichte Aufgabe werden würde den Klassenerhalt zu schaffen. Umso schöner, dass es das Team mit ihrem Trainer jetzt wieder geschafft hat und auch in der nächsten Saison in der Regionalliga spielt. Großen Dank an alle Spielerinnen und auch großen Dank an Süha. Was bedeutet es jetzt den Blick nach vorne zu richten? Zunächst gilt es für die verantwortlichen Personen einen neuen Trainer zu finden. Gespräche in diese Richtung werden geführt und Wasserstandsmeldungen werden nach der Westdeutschen Meisterschaft veröffentlicht. Wie man hört wollen einige Spielerinnen ihre Karriere beenden bzw. den Verein in Richtung 2. Bundesliga verlassen. Ja, das ist der Alltag nach der Saison bei Union 08. Wir haben zwar eine sehr gute Jugendarbeit, immer wieder kommen Talente nach oben. Doch mit so jungen Spielerinnen alleine lässt sich die Regionalliga nur schwer erhalten. Darum ist es jetzt wichtig das Team mit jungen Spielerinnen aufzufüllen, aber auch zu versuchen erfahrene Spielerinnen für das Union Team zu gewinnen.