Meschede, ein Wintermärchen - Union Lüdinghausen siegt 3:1

Bericht aus der WN vom 21.01.2024

Union Lüdinghausen hat das Auswärtsspiel am Samstagabend bei Favoritenschreck SSV Meschede mit 3:1 (25:19, 21:25, 25:12, 25:21) gewonnen. Auch der Blick auf die Tabelle ist aus 08-Sicht hocherfreulich.

Der weißen Pracht kann man in Meschede in diesen Tagen kaum entkommen. Auch nicht auf dem Weg vom Parkplatz zur Sporthalle, wie Suha Yaglioglu, Coach des SC Union Lüdinghausen, von der Anreise zum Auswärtsspiel berichtete. Doch die hiesigen Oberliga-Volleyballerinen behielten im tief verschneiten Sauerland kühlen Kopf. Mit 3:1 (25:19, 21:25, 25:12, 25:21) setzten sich die Nullachterinnen am Samstagabend beim SSV durch. Weil der bisherige Spitzenreiter Saxonia Münster – wie schon sieben Tage zuvor – leer ausging, steht die Yaglioglu-Sechs also wieder dort, wo das Team dem eigenen Verständnis nach hingehört: ganz oben.

Dabei waren die Gäste hinreichend gewarnt, hatte Meschede doch zuletzt die Saxonia an gleicher Stelle mit 3:0 abgefertigt. Die Euphorie nahm der SSV vorgestern anfangs mit, erst Mitte des ersten Abschnitts setzte sich Lüdinghausen entscheidend ab. In Satz zwei leistete sich Union laut Yaglioglu „ein paar Fehler in der Annahme“. Zudem habe der SSV ein, zwei Mal Glück gehabt, als die Blockversuche des eigenen Teams im Aus landeten. Allerdings habe Meschede „auch leidenschaftlich gekämpft, daher geht das 21:25 schon in Ordnung“, so der 08-Coach.

Union dreht nach Satzverlust auf

Die Wende? Mitnichten. Jetzt drehte der neue Klassenbeste, bei dem Daria Yehorova und später die junge Hilde Zimmer Stammlibera Frieda Zurhove (verhindert) vertraten, erst richtig auf. Kapitänin Lara-Marie Grössing, mit annähernd 30 Punkten vorgestern die erfolgreichste Union-Angreiferin, Allzweckwaffe Felice Lyn Lethaus und Mona Schulze Kökelsum, die immer wieder für die nach einer Erkrankung noch nicht ganz fitte Louisa Kaiser zum Einsatz kam, hielten den Gegner von Anfang bis Ende des dritten Durchgangs auf Abstand. Dasselbe Bild zunächst in Satz Nummer vier – ehe sich, im Gefühl des sicheren Sieges, ein paar Unkonzentriertheiten in den über weite Strecken so souveränen Auftritt der SCU-Volleys einschlichen. „Zum Ende hin haben es die Mädchen unnötig spannend gemacht“, fand Yaglioglu. Aber: „Drei Punkte, Rückkehr auf Platz eins, der schöne Schnee – alles okay.“

Union: Grössing, Kaiser, Voges, Lethaus, Zimmer, Neve, Nücklaus, Braun, Schulze Kökelsum, Yehorova.


von Reinhard Schulze Kökelsum 5. April 2026
„Als Schirmherr der Westdeutschen Meisterschaften U16 möchte ich etwas Besonderes machen, vielleicht die fairste Mannschaft belohnen, oder die fairste Spielerin“? Die Frage an Achim Franke kam vom Altbürgermeister Richard Borgmann. Doch wie könnte man beide Gedanken in die Tat umsetzen? Ja, wenn es Fußball, Handball oder eine andere Sportart wäre. Bei den verschiedensten Turnieren wird immer wieder die MVP (wichtigste Spielerin) mit einer Medaille geehrt. Nein, es sollte schon ein Unikat sein. So beauftragte Herr Borgmann einen örtlichen Künstler, Herrn Jürgen Polenz, einen Preis zu entwerfen. Jeder Trainer oder jede Trainerin hatte Punkte vergeben und somit diese MVP ausgewählt. Es wurde wirklich ein Unikat, das Ann Marlen Schier, Spielerin vom TSC Münster-Gievenbeck, in Empfang nehmen durfte. Große Freude und Resonanz kam aus Münster. Herzlichen Dank an den Altbürgermeister von Lüdinghausen.
von Reinhard Schulze Kökelsum 5. April 2026
Ein toller Erfolg für das Lüdinghauser Team. Aber nach dem Finale USC Münster vs. RC Borken stand überall die Frage im Raum was hätte sein können, wenn das Losglück ein wenig den Unionistinnen hold gewesen wäre. Union startete mit zwei 2:0 Siegen gegen VV Schwerte und den Stolberger TG. Das Viertelfinale gegen TV Gladbeck wurde mit 2:1 gewonnen. Borken, Wachtberg und Münster waren die anderen 3 Teilnehmer im Halbfinale. Das Los fiel auf Münster vs. Lüdinghausen und Borken vs. Wachtberg. Münster und Lüdinghausen, ein Favorit auf die Meisterschaft musste ausscheiden. Im 1. Satz setzte sich Münster nach einem Volleyball Krimi mit 26:24 durch. Münster war hier das glücklichere Team. Union konnte im 2. Satz nicht dagegen halten und verlor deutlich. Im anderen Halbfinale setze sich Borken durch. Im Match um den 3. Platz zwischen SV Wachtberg und Union 08 gewann Union den 1. Satz sehr knapp mit 26:24 und der 2. Satz ging klar an die Stevergirls. Ein sehr einseitiges Finale gewann der USC Münster mit 2:0 gegen RC Borken. Beiden Teams wünschen wir viel Glück und Erfolg bei der Deutschen Meisterschaft. Für Union 08 ein sportlicher Erfolg und wieder einmal hat die Volleyballfamilie gezeigt, dass sie große Sportevents kann. Die hohe Anzahl von Zuschauern, teilweise war kein Stehplatz mehr zu ergattern, war voll des Lobes für die gelungene Organisation. Ganz herzlichen Dank allen Helferinnen und Helfern! Für die Sportverantwortlichen in der Volleyball Abteilung geht es jetzt darum die Trainer/innen Crew neu zu besetzen. „Wir brauchen mindestens noch zwei Coaches, wenn wir die Anzahl der Mannschaften erhalten wollen. Da gilt es natürlich die Person für die Nachfolge von Süha zu finden, aber auch im mittleren Bereich brauchen wir noch eine Trainerin oder Trainer“, so der Vorsitzende Philipp Heitmann .
von Reinhard Schulze Kökelsum 3. April 2026
Eigentlich auf den ersten Blick unverständlich, doch nach dem Erreichen des Saisonziels ist jetzt der ideale Zeitpunkt gekommen mitzuteilen, dass Süha Yaglioglu in der kommenden Saison nicht mehr Trainer beim SCU-Lüdinghausen sein wird. Die Entscheidung ist in beiderseitigem Einvernehmen getroffen worden. Nun heißt es zunächst dem Trainer ein großes Dankeschön für seine Arbeit auszusprechen, kurz seine 6 jährige Arbeit zu würdigen und den Blick nach vorne zu richten. Vor gut zwei Jahrzehnten, als Union sich anschickte auf die Volleyballkarte in NRW, ja sogar auf die Karte der BRD zu treten, war Süha für eine Saison in Lüdinghausen. Danach wechselte er zum Nachbarverein ASV Senden. Mit dem ASV und seiner Erfahrung stieg er bis in die 2. Liga auf. Vor allem hatte er sich den Ruf erarbeitet junge Spielerinnen nach vorne zu bringen und sie für die Spitzenmannschaft des ASV zu formen. Als er dann beim ASV aufhörte und Union einen Trainer für seine 1. Mannschaft brauchte, begann die Arbeit für ihn erneut in Lüdinghausen. Die Frauen 1 stieg in die Oberliga ab und Union musste 3 Jahre warten, bis das Team wieder in die Regionalliga aufstieg. Alle handelnden Personen bei Union wussten, dass es keine leichte Aufgabe werden würde den Klassenerhalt zu schaffen. Umso schöner, dass es das Team mit ihrem Trainer jetzt wieder geschafft hat und auch in der nächsten Saison in der Regionalliga spielt. Großen Dank an alle Spielerinnen und auch großen Dank an Süha. Was bedeutet es jetzt den Blick nach vorne zu richten? Zunächst gilt es für die verantwortlichen Personen einen neuen Trainer zu finden. Gespräche in diese Richtung werden geführt und Wasserstandsmeldungen werden nach der Westdeutschen Meisterschaft veröffentlicht. Wie man hört wollen einige Spielerinnen ihre Karriere beenden bzw. den Verein in Richtung 2. Bundesliga verlassen. Ja, das ist der Alltag nach der Saison bei Union 08. Wir haben zwar eine sehr gute Jugendarbeit, immer wieder kommen Talente nach oben. Doch mit so jungen Spielerinnen alleine lässt sich die Regionalliga nur schwer erhalten. Darum ist es jetzt wichtig das Team mit jungen Spielerinnen aufzufüllen, aber auch zu versuchen erfahrene Spielerinnen für das Union Team zu gewinnen.