Frauen 1: Bezirkspokal Union wehrt sich tapfer gegen BW Aasee

Bericht aus der WN 29.04.2024

Endstation Halbfinale: Die Oberliga-Volleyballerinnen von Union Lüdinghausen sind in der Partie gegen BW Aasee aus dem Bezirkspokal ausgeschieden. Am Sonntag trafen die Teams von TuS Herten, TV Gladbeck, Aasee und Union in der Lüdinghauser Drei-Burgen-Arena aufeinander, um in der Endrunde den Bezirkspokalsieger Westfalen-Nord auszuspielen.



Favoritenrolle klar vergeben

Im ersten Halbfinale spielte Gastgeber Union gegen BWA. Die Blau-Weißen hatten sich vor kurzem den Aufstieg in die dritte Bundesliga gesichert. Die Favoritenrolle war in diesem Halbfinale also eindeutig vergeben. Doch die Lüdinghauserinnen starteten gut in die Partie und konnten, trotz ihres stark geschwächten Kaders (nur acht Spielerinnen standen Union-Coach Suha Yaglioglu zur Verfügung), gut mit den Münsteranerinnen mithalten. Dann aber erhöhte sich die Eigenfehlerquote der Schwarz-Roten. Nicht zuletzt durch druckvolle Aufschläge konnten sich die Gäste absetzen und den ersten Satz mit 25:19 für sich entscheiden.

Auch im nächsten Durchgang baute BWA mit starken Aufschlägen einen Vorsprung von zunächst 6:2 auf, den die Gäste nach und nach auf 19:12 aufbauten. Doch die Sieben von Suha Yaglioglu kam durch eine allerdings auch dringend benötigte Aufschlagserie auf 18:22 wieder heran. Doch für den Satzgewinn reichte es am Ende nicht mehr. Auch den zweiten Satz gewannen die Münsteranerinnen deutlich, diesmal mit 25:18.


Im Endspiel läuft nicht alles glatt für Aasee

Auch im dritten Durchgang lief es nicht besser für Union. Die Gäste vom Aasee setzten sich gleich zu Beginn des Satzes ab und gingen am Ende mit einem 25:17 und einem 3:0-Sieg über die Ziellinie und standen damit als erster Finalteilnehmer fest.

Im zweiten Halbfinale setzte sich der TuS Herten deutlich mit 3:0 gegen die Spielerinnen des TV Gladbeck durch und zog damit ebenso ins Endspiel ein. Hier war der Drittliga-Aufsteiger klarer Favorit, musste im dritten Satz nach einer 2:0-Satzführung aber hart kämpfen. Schließlich gewann BW Aasee jedoch auch den dritten Durchgang und sicherte sich damit den Titel.

Union: Abdolahzadeh, Beuers, Braun, Grössing, Klempau, Menke, Neve, Wandel.


von Reinhard Schulze Kökelsum 5. April 2026
„Als Schirmherr der Westdeutschen Meisterschaften U16 möchte ich etwas Besonderes machen, vielleicht die fairste Mannschaft belohnen, oder die fairste Spielerin“? Die Frage an Achim Franke kam vom Altbürgermeister Richard Borgmann. Doch wie könnte man beide Gedanken in die Tat umsetzen? Ja, wenn es Fußball, Handball oder eine andere Sportart wäre. Bei den verschiedensten Turnieren wird immer wieder die MVP (wichtigste Spielerin) mit einer Medaille geehrt. Nein, es sollte schon ein Unikat sein. So beauftragte Herr Borgmann einen örtlichen Künstler, Herrn Jürgen Polenz, einen Preis zu entwerfen. Jeder Trainer oder jede Trainerin hatte Punkte vergeben und somit diese MVP ausgewählt. Es wurde wirklich ein Unikat, das Ann Marlen Schier, Spielerin vom TSC Münster-Gievenbeck, in Empfang nehmen durfte. Große Freude und Resonanz kam aus Münster. Herzlichen Dank an den Altbürgermeister von Lüdinghausen.
von Reinhard Schulze Kökelsum 5. April 2026
Ein toller Erfolg für das Lüdinghauser Team. Aber nach dem Finale USC Münster vs. RC Borken stand überall die Frage im Raum was hätte sein können, wenn das Losglück ein wenig den Unionistinnen hold gewesen wäre. Union startete mit zwei 2:0 Siegen gegen VV Schwerte und den Stolberger TG. Das Viertelfinale gegen TV Gladbeck wurde mit 2:1 gewonnen. Borken, Wachtberg und Münster waren die anderen 3 Teilnehmer im Halbfinale. Das Los fiel auf Münster vs. Lüdinghausen und Borken vs. Wachtberg. Münster und Lüdinghausen, ein Favorit auf die Meisterschaft musste ausscheiden. Im 1. Satz setzte sich Münster nach einem Volleyball Krimi mit 26:24 durch. Münster war hier das glücklichere Team. Union konnte im 2. Satz nicht dagegen halten und verlor deutlich. Im anderen Halbfinale setze sich Borken durch. Im Match um den 3. Platz zwischen SV Wachtberg und Union 08 gewann Union den 1. Satz sehr knapp mit 26:24 und der 2. Satz ging klar an die Stevergirls. Ein sehr einseitiges Finale gewann der USC Münster mit 2:0 gegen RC Borken. Beiden Teams wünschen wir viel Glück und Erfolg bei der Deutschen Meisterschaft. Für Union 08 ein sportlicher Erfolg und wieder einmal hat die Volleyballfamilie gezeigt, dass sie große Sportevents kann. Die hohe Anzahl von Zuschauern, teilweise war kein Stehplatz mehr zu ergattern, war voll des Lobes für die gelungene Organisation. Ganz herzlichen Dank allen Helferinnen und Helfern! Für die Sportverantwortlichen in der Volleyball Abteilung geht es jetzt darum die Trainer/innen Crew neu zu besetzen. „Wir brauchen mindestens noch zwei Coaches, wenn wir die Anzahl der Mannschaften erhalten wollen. Da gilt es natürlich die Person für die Nachfolge von Süha zu finden, aber auch im mittleren Bereich brauchen wir noch eine Trainerin oder Trainer“, so der Vorsitzende Philipp Heitmann .
von Reinhard Schulze Kökelsum 3. April 2026
Eigentlich auf den ersten Blick unverständlich, doch nach dem Erreichen des Saisonziels ist jetzt der ideale Zeitpunkt gekommen mitzuteilen, dass Süha Yaglioglu in der kommenden Saison nicht mehr Trainer beim SCU-Lüdinghausen sein wird. Die Entscheidung ist in beiderseitigem Einvernehmen getroffen worden. Nun heißt es zunächst dem Trainer ein großes Dankeschön für seine Arbeit auszusprechen, kurz seine 6 jährige Arbeit zu würdigen und den Blick nach vorne zu richten. Vor gut zwei Jahrzehnten, als Union sich anschickte auf die Volleyballkarte in NRW, ja sogar auf die Karte der BRD zu treten, war Süha für eine Saison in Lüdinghausen. Danach wechselte er zum Nachbarverein ASV Senden. Mit dem ASV und seiner Erfahrung stieg er bis in die 2. Liga auf. Vor allem hatte er sich den Ruf erarbeitet junge Spielerinnen nach vorne zu bringen und sie für die Spitzenmannschaft des ASV zu formen. Als er dann beim ASV aufhörte und Union einen Trainer für seine 1. Mannschaft brauchte, begann die Arbeit für ihn erneut in Lüdinghausen. Die Frauen 1 stieg in die Oberliga ab und Union musste 3 Jahre warten, bis das Team wieder in die Regionalliga aufstieg. Alle handelnden Personen bei Union wussten, dass es keine leichte Aufgabe werden würde den Klassenerhalt zu schaffen. Umso schöner, dass es das Team mit ihrem Trainer jetzt wieder geschafft hat und auch in der nächsten Saison in der Regionalliga spielt. Großen Dank an alle Spielerinnen und auch großen Dank an Süha. Was bedeutet es jetzt den Blick nach vorne zu richten? Zunächst gilt es für die verantwortlichen Personen einen neuen Trainer zu finden. Gespräche in diese Richtung werden geführt und Wasserstandsmeldungen werden nach der Westdeutschen Meisterschaft veröffentlicht. Wie man hört wollen einige Spielerinnen ihre Karriere beenden bzw. den Verein in Richtung 2. Bundesliga verlassen. Ja, das ist der Alltag nach der Saison bei Union 08. Wir haben zwar eine sehr gute Jugendarbeit, immer wieder kommen Talente nach oben. Doch mit so jungen Spielerinnen alleine lässt sich die Regionalliga nur schwer erhalten. Darum ist es jetzt wichtig das Team mit jungen Spielerinnen aufzufüllen, aber auch zu versuchen erfahrene Spielerinnen für das Union Team zu gewinnen.