Frauen 1 und 2: Bericht aus der WN vom 03.10.2024

Union Lüdinghausen erlebt schwarzen Tag gegen TB Höntrop

Es kommt selten vor, dass ein Volleyballcoach wie Suha Yaglioglu, der selbst unter seinen Kollegen als Trainerfuchs gilt, völlig ratlos ist. Am Donnerstagabend war es soweit. Klar und deutlich mit 0:3 (22:25, 21:25, 15:25) hatte Oberligist Union Lüdinghausen in der heimischen Drei-Burgen-Arena verloren – gegen den TB Höntrop, der damit im dritten Spiel seine ersten Punkte einheimste und noch dazu mit nur zwei Einwechselspielerinnen an die Stever gekommen war.

Außenseiter erwischt Sahnetag

„Vielleicht lag es daran, dass wir diesmal an einem Donnerstag gespielt haben – ich weiß es nicht... Gestern haben wir noch gut trainiert“, meinte Yaglioglu. Zwar fehlten mit Louisa Kaiser und Mia Nücklaus zwei erkrankte Spielerinnen, doch die Gäste aus Bochum waren, siehe oben, noch schlechter bestückt. Hatten aber, ganz im Gegensatz zu den Schwarz-Roten, einen Sahnetag erwischt.

„Der TB hat sehr gut gespielt“, meinte der Union-Trainer anerkennend. „Sie haben sehr gut abgewehrt, sehr gut angegriffen und den Ball lange in der Luft gehalten. Wir haben gewartet, dass der Gegner Fehler macht, aber das hat er nicht getan.“ Das tat dafür das eigene Team – zu viele, um gegen eine Mannschaft in dieser Form bestehen können.

Spiel neigt sich zur Rutschpartie

Dabei war die Yaglioglu-Sechs in den ersten beiden Sätzen konkurrenzfähig. Doch im ersten Durchgang geriet sie früh ins Hintertreffen und verlor am Ende knapp. Ganz anders begann der zweite Satz. Union führte mit 3:0, 4:1, 8:5... Aber dann kam der TB wieder zurück, glich aus und ging selbst in Führung. Nun liefen die Lüdinghauserinnen wieder einem Rückstand hinterher, glichen diesmal aber tatsächlich aus und gingen erneut mit 19:18 in Führung. Doch auch diese hatten keinen Bestand, wenige Minuten später ging Höntrop mit vier Toren Vorsprung über die Ziellinie.

Im dritten Durchgang neigte sich das Spiel zur Rutschpartie für Union. Schnell lag der Gastgeber mit 3:11 zurück, nichts lief mehr bei Schwarz-Rot. Immerhin hielt Lüdinghausen den Rückstand in Grenzen, doch dieser Tag wird als ein schwarzer in Erinnerung bleiben.

Auch Union 2 verliert ohne Satzgewinn

Union: Bergmann, Braun, Grössing, Lethaus, Neve, Schröder, Schulze-Kökelsum, Voges, Yehorova.

Die Zweite von Union, Ligakonkurrent der Yaglioglu-Sechs, hatte zuvor ihre dritte Saisonniederlage kassiert. Beim Spitzenreiter SV Sande verlor die Sechs von Oliver Freitag mit 0:3 (15:25, 18:25, 22:25).



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„Als Schirmherr der Westdeutschen Meisterschaften U16 möchte ich etwas Besonderes machen, vielleicht die fairste Mannschaft belohnen, oder die fairste Spielerin“? Die Frage an Achim Franke kam vom Altbürgermeister Richard Borgmann. Doch wie könnte man beide Gedanken in die Tat umsetzen? Ja, wenn es Fußball, Handball oder eine andere Sportart wäre. Bei den verschiedensten Turnieren wird immer wieder die MVP (wichtigste Spielerin) mit einer Medaille geehrt. Nein, es sollte schon ein Unikat sein. So beauftragte Herr Borgmann einen örtlichen Künstler, Herrn Jürgen Polenz, einen Preis zu entwerfen. Jeder Trainer oder jede Trainerin hatte Punkte vergeben und somit diese MVP ausgewählt. Es wurde wirklich ein Unikat, das Ann Marlen Schier, Spielerin vom TSC Münster-Gievenbeck, in Empfang nehmen durfte. Große Freude und Resonanz kam aus Münster. Herzlichen Dank an den Altbürgermeister von Lüdinghausen.
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Ein toller Erfolg für das Lüdinghauser Team. Aber nach dem Finale USC Münster vs. RC Borken stand überall die Frage im Raum was hätte sein können, wenn das Losglück ein wenig den Unionistinnen hold gewesen wäre. Union startete mit zwei 2:0 Siegen gegen VV Schwerte und den Stolberger TG. Das Viertelfinale gegen TV Gladbeck wurde mit 2:1 gewonnen. Borken, Wachtberg und Münster waren die anderen 3 Teilnehmer im Halbfinale. Das Los fiel auf Münster vs. Lüdinghausen und Borken vs. Wachtberg. Münster und Lüdinghausen, ein Favorit auf die Meisterschaft musste ausscheiden. Im 1. Satz setzte sich Münster nach einem Volleyball Krimi mit 26:24 durch. Münster war hier das glücklichere Team. Union konnte im 2. Satz nicht dagegen halten und verlor deutlich. Im anderen Halbfinale setze sich Borken durch. Im Match um den 3. Platz zwischen SV Wachtberg und Union 08 gewann Union den 1. Satz sehr knapp mit 26:24 und der 2. Satz ging klar an die Stevergirls. Ein sehr einseitiges Finale gewann der USC Münster mit 2:0 gegen RC Borken. Beiden Teams wünschen wir viel Glück und Erfolg bei der Deutschen Meisterschaft. Für Union 08 ein sportlicher Erfolg und wieder einmal hat die Volleyballfamilie gezeigt, dass sie große Sportevents kann. Die hohe Anzahl von Zuschauern, teilweise war kein Stehplatz mehr zu ergattern, war voll des Lobes für die gelungene Organisation. Ganz herzlichen Dank allen Helferinnen und Helfern! Für die Sportverantwortlichen in der Volleyball Abteilung geht es jetzt darum die Trainer/innen Crew neu zu besetzen. „Wir brauchen mindestens noch zwei Coaches, wenn wir die Anzahl der Mannschaften erhalten wollen. Da gilt es natürlich die Person für die Nachfolge von Süha zu finden, aber auch im mittleren Bereich brauchen wir noch eine Trainerin oder Trainer“, so der Vorsitzende Philipp Heitmann .