Frauen 1 und 2: Bericht aus der WN vom 02.03.2025

Union Lüdinghausen siegt deutlich gegen SV BW Sande

Mit Verspätung begann am Samstag die Partie zwischen Union Lüdinghausen gegen den SV BW Sande. Umso schneller war das Spiel dann auch wieder vorbei. 

Die Oberliga-Volleyballerinnen von Union Lüdinghausen haben ihren fünften Sieg in Folge eingefahren. In der heimischen Drei-Burgen-Arena besiegte die Sechs von Suha Yaglioglu am Samstagabend den SV BW Sande glatt mit 3:0 (25:18, 25:14, 25:20). Dabei hatten die Lüdinghauserinnen nachlegen müssen, denn bereits zuvor hatten die Meisterschaftskonkurrenten BW Aasee und VV Schwerte je drei Punkte geholt. „Gar nicht“, antwortete Union-Trainer Yaglioglu nach der eigenen Partie auf die Frage, ob seine Mannschaft deswegen unter Druck gestanden habe. „Wir haben nur darauf geschaut, unsere eigene Aufgabe zu erledigen.“ Und das taten die Schwarz-Roten souverän.


Dominanz im zweiten Satz

Die Gastgeberinnen, die bis auf Marie Faust (verletzt) und Mia Nücklaus (Trainingsrückstand nach Krankheit) komplett waren, leisteten sich nur zwei leine Schwächephasen im ersten und im dritten Satz. Wenn es darauf ankam, waren sie allerdings hellwach, und den zweiten Satz dominierten sie so sehr, dass fast ein Klassenunterschied zu bemerken war. Nach eineinviertel Stunden war das Spiel, das wegen der vorangegangen Fünf-Satz-Partie zwischen Union 2 und Werne verspätet begonnen hatte, auch schon wieder vorbei.

„Das haben wir sehr gut gemacht“, so Yaglioglu. „Wir haben sehr gut aufgeschlagen und hatten einen guten Teamgeist. Dass wir zu Beginn des dritten Satzes etwas unkonzentriert waren, ist nach den beiden ersten klar gewonnen Durchgängen normal.“ Die Schwarz-Roten sind damit weiterhin punktgleich mit Spitzenreiter BW Aasee, mit einem Punkt Vorsprung vor Schwerte.

Union: Bergmann, Braun, Grössing, Kaiser, Neve, Lethaus, Schröder, Schulze-Kökelsum, Voges.


Union 2 verliert unglücklich

Ligakonkurrent Union Lüdinghausen 2 hatte zuvor gegen den TV Werne mit 2:3 verloren (25:23, 23:25, 22:25, 25:18, 13:15). Und hat durch diese Niederlage zwei wichtige Punkte im Abstiegskampf verpasst, noch dazu gegen einen direkten Konkurrenten.

„Das ist unsere erste Niederlage gegen eine Mannschaft, die hinter uns steht“, sagte Union-Trainer Oliver Freitag, der auf alle drei etatmäßige Mittelblockerinnen (Urlaub, Verletzung, Krankheit) hatte verzichten müssen. „Wir haben keine Lösung gefunden, die über fünf Sätze Bestand gehabt hätte“, ärgerte sich Freitag.

von Reinhard Schulze Kökelsum 5. April 2026
„Als Schirmherr der Westdeutschen Meisterschaften U16 möchte ich etwas Besonderes machen, vielleicht die fairste Mannschaft belohnen, oder die fairste Spielerin“? Die Frage an Achim Franke kam vom Altbürgermeister Richard Borgmann. Doch wie könnte man beide Gedanken in die Tat umsetzen? Ja, wenn es Fußball, Handball oder eine andere Sportart wäre. Bei den verschiedensten Turnieren wird immer wieder die MVP (wichtigste Spielerin) mit einer Medaille geehrt. Nein, es sollte schon ein Unikat sein. So beauftragte Herr Borgmann einen örtlichen Künstler, Herrn Jürgen Polenz, einen Preis zu entwerfen. Jeder Trainer oder jede Trainerin hatte Punkte vergeben und somit diese MVP ausgewählt. Es wurde wirklich ein Unikat, das Ann Marlen Schier, Spielerin vom TSC Münster-Gievenbeck, in Empfang nehmen durfte. Große Freude und Resonanz kam aus Münster. Herzlichen Dank an den Altbürgermeister von Lüdinghausen.
von Reinhard Schulze Kökelsum 5. April 2026
Ein toller Erfolg für das Lüdinghauser Team. Aber nach dem Finale USC Münster vs. RC Borken stand überall die Frage im Raum was hätte sein können, wenn das Losglück ein wenig den Unionistinnen hold gewesen wäre. Union startete mit zwei 2:0 Siegen gegen VV Schwerte und den Stolberger TG. Das Viertelfinale gegen TV Gladbeck wurde mit 2:1 gewonnen. Borken, Wachtberg und Münster waren die anderen 3 Teilnehmer im Halbfinale. Das Los fiel auf Münster vs. Lüdinghausen und Borken vs. Wachtberg. Münster und Lüdinghausen, ein Favorit auf die Meisterschaft musste ausscheiden. Im 1. Satz setzte sich Münster nach einem Volleyball Krimi mit 26:24 durch. Münster war hier das glücklichere Team. Union konnte im 2. Satz nicht dagegen halten und verlor deutlich. Im anderen Halbfinale setze sich Borken durch. Im Match um den 3. Platz zwischen SV Wachtberg und Union 08 gewann Union den 1. Satz sehr knapp mit 26:24 und der 2. Satz ging klar an die Stevergirls. Ein sehr einseitiges Finale gewann der USC Münster mit 2:0 gegen RC Borken. Beiden Teams wünschen wir viel Glück und Erfolg bei der Deutschen Meisterschaft. Für Union 08 ein sportlicher Erfolg und wieder einmal hat die Volleyballfamilie gezeigt, dass sie große Sportevents kann. Die hohe Anzahl von Zuschauern, teilweise war kein Stehplatz mehr zu ergattern, war voll des Lobes für die gelungene Organisation. Ganz herzlichen Dank allen Helferinnen und Helfern! Für die Sportverantwortlichen in der Volleyball Abteilung geht es jetzt darum die Trainer/innen Crew neu zu besetzen. „Wir brauchen mindestens noch zwei Coaches, wenn wir die Anzahl der Mannschaften erhalten wollen. Da gilt es natürlich die Person für die Nachfolge von Süha zu finden, aber auch im mittleren Bereich brauchen wir noch eine Trainerin oder Trainer“, so der Vorsitzende Philipp Heitmann .
von Reinhard Schulze Kökelsum 3. April 2026
Eigentlich auf den ersten Blick unverständlich, doch nach dem Erreichen des Saisonziels ist jetzt der ideale Zeitpunkt gekommen mitzuteilen, dass Süha Yaglioglu in der kommenden Saison nicht mehr Trainer beim SCU-Lüdinghausen sein wird. Die Entscheidung ist in beiderseitigem Einvernehmen getroffen worden. Nun heißt es zunächst dem Trainer ein großes Dankeschön für seine Arbeit auszusprechen, kurz seine 6 jährige Arbeit zu würdigen und den Blick nach vorne zu richten. Vor gut zwei Jahrzehnten, als Union sich anschickte auf die Volleyballkarte in NRW, ja sogar auf die Karte der BRD zu treten, war Süha für eine Saison in Lüdinghausen. Danach wechselte er zum Nachbarverein ASV Senden. Mit dem ASV und seiner Erfahrung stieg er bis in die 2. Liga auf. Vor allem hatte er sich den Ruf erarbeitet junge Spielerinnen nach vorne zu bringen und sie für die Spitzenmannschaft des ASV zu formen. Als er dann beim ASV aufhörte und Union einen Trainer für seine 1. Mannschaft brauchte, begann die Arbeit für ihn erneut in Lüdinghausen. Die Frauen 1 stieg in die Oberliga ab und Union musste 3 Jahre warten, bis das Team wieder in die Regionalliga aufstieg. Alle handelnden Personen bei Union wussten, dass es keine leichte Aufgabe werden würde den Klassenerhalt zu schaffen. Umso schöner, dass es das Team mit ihrem Trainer jetzt wieder geschafft hat und auch in der nächsten Saison in der Regionalliga spielt. Großen Dank an alle Spielerinnen und auch großen Dank an Süha. Was bedeutet es jetzt den Blick nach vorne zu richten? Zunächst gilt es für die verantwortlichen Personen einen neuen Trainer zu finden. Gespräche in diese Richtung werden geführt und Wasserstandsmeldungen werden nach der Westdeutschen Meisterschaft veröffentlicht. Wie man hört wollen einige Spielerinnen ihre Karriere beenden bzw. den Verein in Richtung 2. Bundesliga verlassen. Ja, das ist der Alltag nach der Saison bei Union 08. Wir haben zwar eine sehr gute Jugendarbeit, immer wieder kommen Talente nach oben. Doch mit so jungen Spielerinnen alleine lässt sich die Regionalliga nur schwer erhalten. Darum ist es jetzt wichtig das Team mit jungen Spielerinnen aufzufüllen, aber auch zu versuchen erfahrene Spielerinnen für das Union Team zu gewinnen.